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29-06-2006 

Lachen- ein sozialer Klebstoff Heitere Menschen haben's leichter


"Und jetzt bitte , Whisky' sagen", ruft der Fotograf der Familie zu, die zum Gruppenbild posiert. "Auf Kommando lächeln kann nicht jeder", hat Jörg Schmidt festgestellt. Deshalb bedient er sich dieses Tricks, bei dem jeder am Ende mit freundlichem Gesichtsausdruck aufs Bild gebracht wird. Lachen ist tatsächlich nicht für jeden kinderleicht: Wissenschaftler wie der Züricher Professor Willibald Ruch glauben, dass diese Fähigkeit angeboren ist - oder eben nicht. Es gibt Menschen, die sogar nach einer Dosis Lachgas nicht eine Miene verziehen. Lachen ist überhaupt nicht lächerlich: Ruch meint, dass heitere Menschen mit belastenen Situationen besser umgehen können.

In einem Experiment teilte er Probanten aufgrund eines Fragebogens in heitere und nicht-heitere Gemüter ein. Sie wurden anschließend unter einem Vorwand in einen Raum gesetzt, der schwarze Wände hatte. An der Decke hing lediglich eine einfache Glühbirne, auf dem Tisch stand eine vertrocknete Pflanze und an der Wand war ein Plakat zum Thema Aids im Gefängnis aufgehängt. Die Versuchsteilnehmer mussten verschiedene Aufgaben erledigen. Dem Forscher ging es aber hauptsächlich darum, zu sehen, ob die Stimmung durch das düstere Ambiente verändert wurde. Fazit: Heitere Menschen blieben tatsächlich gelassener.

Das Lächeln ist wahrscheinlich sehr viel älter als das Lachen. Möglicherweise entstand es aus einer Angstgrimasse heraus. Ein Überlebensvorteil, den die Evolution beim Menschen stark ausgebaut hat: Es gibt mindestens 15 verschiedene Formen des menschlichen Lächelns, darunter das spontane echte Lächeln, das maskierende Lächeln und das so genannte Swissair-Lächeln, mit dem bewusst eine positive Atmosphäre geschaffen werden soll.

"Lächeln und Lachen sind sozialer Klebstoff", sagt Carsten Niemitz von der Freien Universität Berlin. Seit 20 Jahren befasst er sich mit diesem Phänomen. "Wir lachen, weil etwas lustig ist, aber auch, um soziale Bindungen aufzubauen. Nehmen Sie zum Beispiel eine Reisegruppe von Leuten, die sich untereinander nicht kennen. Die lachen am ersten Tag signifikant häufiger als auf dem ganzen Rest der Reise. Damit bilden sie soziale Strukturen, sie klären: Wer lacht mit wem? Und wer lacht nicht mit wem? Wer gehört zusammen und wer nicht?

Inzwischen gibt es aber nicht nur die Wissenschaft vom Lachen, zahlreiche Lachclubs und Lachtherapeuten haben sich zum Ziel gesetzt, seine Heilkräfte freizusetzen. Denn Lachen verbessert die Lungenfunktion, versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und massiert die inneren Organe, die Immunabwehr steigt und Stresshormone werden abgebaut. Und Studien deckten jetzt auf: Die beste Methode, das Herz einer Frau zu erobern, ist die Fähigkeit, sie zum Lachen zu bringen.

Dem Lachen kommt somit eine besondere Bedeutung in unserem Leben zu. Kein Wunder also, dass mehr als 92 Prozent der Bundesbürger schöne, ästhetische Zähne wichtig oder sehr wichtig finden, wie eine Emnid-Befragung ergab. Denn was nützt das herzhafteste Lachen, wenn die dabei sichtbar werdenden Zahnreihen das Gegenüber erschauern lassen?




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