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29-06-2006 

Zirkonoxid: Der Natur am nächsten!


Zähne sind im Laufe eines Menschenlebens härtesten Bedingungen ausgesetzt. Angefangen von den hohen Kaubelastungen bis zum biochemischen Mikrokosmos der Mundhöhle muss die von der Natur entwickelte Zahnsubstanz extremen Anforderungen gerecht werden. Schöne Zähne tragen aber auch zu einem attraktiven Erscheinungsbild bei und machen damit einen wichtigen Teil unserer Persönlichkeit aus. Die Messlatte für Zahnersatz ist damit hoch gelegt.

Gutes Aussehen gehört zu den wichtigsten Argumenten, wenn heute in der Zahnarztpraxis die Entscheidung für eine bestimmte Art von Zahnersatz fällt. Immer noch basieren viele Lösungen auf metallgetragenen Konstruktionen. Um einen der Zahnfarbe ähnlichen Gesamteindruck zu erhalten, wird das Metallgerüst wie Porzellan mit einer Glasur überzogen, genannt Verblendung. Damit lassen sich ästhetisch bereits sehr ansprechende Lösungen erzielen, die allerdings durch die Lichtundurchlässigkeit des Metalls beeinträchtigt werden. Erst vollkeramische Kronen und Brücken reichen durch ihre Lichtdurchlässigkeit an das natürlich-ästhetische Erscheinungsbild eigener Zähne heran.

Obwohl die heute verwendeten Legierungen unbedenklich sind, ist Metall kein natürliches, körpereigenes Material. Die Zahnhartsubstanz selbst ist eine  Art natürlich entwickelte Keramik. Mit keramischen Restaurationen ist damit die Gefahr einer Zahnfleischreizung oder einer allergischen Reaktion sehr gering.

Obwohl die bisherigen  vollkeramischen Lösungen unter ästhetischen Gesichtspunkten sicher die optimale Wahl waren, konnten sie im Seitenzahnbereich oder bei der Überbrückung mehrerer fehlender Zähne bisher aus Festigkeitsgründen nicht eingesetzt werden. Erst der Einsatz des Werkstoffes Zirkonoxid (chemisch ZrO2) hat dies grundlegend geändert. Er wurde zwar schon 1789 von dem deutschen Chemiker Martin Heinrich Klaproth entdeckt, aber sein echtes Potenzial erkannte man erst vor etwa 30 Jahren. Die herausragende Stellung von Zirkonoxid im Bereich technischer Keramik basiert auf seiner speziellen chemischen Zusammensetzung und Mikrostruktur. Sie bewirkt, dass Defekte an der Oberfläche oder im Gefüge regelrecht "zugeklemmt" werden. Aufgrund seiner hohen Festigkeit und seiner ausgezeichneten Langzeitstabilität wird Zirkonoxid auch als keramischer Stahl bezeichnet. Heute gibt es in der Industrie eine Vielzahl von Anwendungen aus Zirkonoxid: angefangen von verschleißfesten Belägen im Bereich der Papierindustrie bis zu Fadenführern in der Textilverarbeitung und Hochtemperaturlagern im Automobilbau.

Bis am Ende eine ästhetische, stabile und passgenaue Krone oder Brücke aus Zirkonoxid im Mund ihre Arbeit aufnimmt,  ist im zahntechnischen Labor Hightech-Bearbeitung notwendig. Während früher das meiste noch Handarbeit war, werden heute solche Restaurationen mittels aufwändiger computergesteuerter Verfahren gefertigt. Ähnlich wie bei dem Herausarbeiten einer Skulptur aus einem Marmorblock, wird die Kronen- oder Brückengeometrie aus einem vorgefertigten Zirkonoxidblock herausgefräst. Dies geschieht, solange das Material noch nicht seine endgültige Festigkeit hat. Erst durch eine anschließende Temperaturbehandlung verfestigt es sich. Durch das Auftragen von dünnen Schichten einer keramischen Verblendung auf diesem Zirkonoxid-Gerüst wird die Farbe und Lichtdurchlässigkeit der Zähne nachgeahmt. Erste klinische Erfahrungsberichte über drei bis fünf Jahre sind viel versprechend.

Wer sich heute bei Zahnersatz für das Material Zirkonoxid entscheidet, wählt den Werkstoff, der Ästhetik, Verträglichkeit und Haltbarkeit in idealer Weise miteinander verbindet.

 




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